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Absetzbarkeit nicht eingeleiteter Wassermengen

Aus gegebenem Anlass wird auf die Möglichkeit des Absetzens von Wassermengen, die auf dem Grundstück verbraucht bzw. zurückgehalten werden, verwiesen.
Diebezüglich hat nach wie vor der §15 Absatz 1 der aktuellen Beitrags- und Gebührensatzung zur Entwässerungssatzung (BGS/EWS) der Gemeinde Vogtei Gültigkeit. Hier heißt es:

„Als Schmutzwassermenge gelten die dem Grundstück aus der Wasserversorgungsanlage zugeführten Wassermengen (Frischwassermaßstab), abzüglich der mittels geeichten, verplombten und dem Abwasserbetrieb angemeldeten Wasserzähler nachweislich auf dem Grundstück verbrauchten oder zurückgehaltenen Wassermengen. Der Nachweis der verbrauchten oder zurückgehaltenen Wassermengen obliegt dem Gebührenpflichtigen. Die auf dem Grundstück nachweislich zurückgehaltene Wassermenge ist jeweils bis zum 30.11. für das laufende Jahr der Gemeinde schriftlich mitzuteilen.“

 

Was folgt hieraus?

 Wer Wasser aus dem Trinkwassernetz nutzt und dieses nicht in den Kanal einleitet, hat die Möglichkeit, die nicht eingeleitete Menge (für Gartenbewässerung, Poolbefüllung etc.) vom Abwasserverbrauch absetzen zu lassen. Dazu muss er jedoch einen Nachweis gemäß des oben angeführten Paragraphen erbringen. Erfolgt diese Nachweisführung nicht, kann auch keine Absetzung von der Abwassermenge erfolgen. Bisherige Handhabungen entfallen mit der Abrechnung für das Jahr 2019 (Anfang 2020).

Anschlussnehmer, bei denen bereits Wasserzähler für nicht eingeleitetes Wasser eingebaut aber noch nicht verplombt sind, werden aufgefordert, sich bei den Gemeindewerken Vogtei (Tel. 03601-886868) zu melden und einen Termin für die Abnahme und das Verplomben zu vereinbaren.

Nicht betroffen sind absetzbare Mengen für Großvieh, wobei hier der § 15 Absatz 2 der Beitrags- und Gebührensatzung zu beachten ist.

Gebührenberechnung

Aufgrund mehrfacher Anfragen erfolgt an dieser Stelle eine kurze Erläuterung der veränderten Gebührenberechnung ab dem Abrechnungszeitraum 2014:

Die Gebühr setzt sich aus der Summe von Grundgebühr, Verbrauchsgebühr und Niederschlagswassergebühr zusammen.
Die Grundgebühr beläuft sich wie bisher auf 6,05 €/Monat für einen Zähler mit einem Durchfluss von 2,5 m³/h. Dies entspricht 72,60 €/Jahr.
Die Verbrauchsgebühr reduziert sich von 1,74 € auf 1,48 € je m³ Frischwasserverbrauch.
Die neu eingeführte Niederschlagswassergebühr beträgt 0,37 €/m² * Jahr für Dach- und versiegelte Flächen, die an öffentliche Entwässerungseinrichtungen angeschlossen sind. Versiegelte Flächen werden dabei mit dem Faktor 0,9 zum Ansatz gebracht.

Baumaßnahmen

 

2018 wurde die Baumaßnahme Am Ried in Oberdorla fertiggestellt. Damit stieg der Anschlussgrad im Gemeindegebiet auf über 99 %. Dieser Wert liegt weit über dem thüringer und auch dem deutschen Durchschnitt. Den Anschlussnehmern werden damit die Unannehmlichkeiten, die mit dem Betrieb einer privaten Kleinkläranlage verbunden sind, erspart.

Für 2019 ist die Erschließung eines Grundstückes in der Brunnenstraße in Oberdorla (4 Wohnhäuser) geplant. In Weiterführung dieser Erschließung erfolgt eine Anbindung an den Kanal in der Bahnhofstraße, womit eine deutliche Entlastung des Kanalnetzes erreicht wird.

Kleinkläranlagen

 

Für Betreiber von Kleinkläranlagen gibt es eine Reihe von Veränderungen. Da die Anzahl der nicht angeschlossenen Grundstücke im Verbandsgebiet nur sehr gering ist, kann durch den Verband eine individuelle Beratung durchgeführt werden. Interessenten können dazu telefonisch Termine vereinbaren.